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Liebe Autorinnen und Autoren,

da wir Euch neuerdings zwingen, Eure Geschichten gründlich zu überarbeiten und gegenlesen zu lassen, bevor Ihr sie hier veröffentlichen könnt, wollen wir Euch bei der Durchführung unseres Wunsches natürlich auch nicht im Regen stehen lassen. Schließlich haben wir uns nicht all diese Schikanen ausgedacht, um Euch zu quälen. Ganz im Gegenteil.

Warum wir es so kompliziert machen?

Ganz einfach. Die meisten von Euch schreiben nicht nur eigene Geschichten, sondern lesen auch die von anderen. Ihr wisst sicher alle, wie es ist, wenn man eine interessante Überschrift sieht, die Inhaltsangabe dazu auch vielversprechend ist, die Geschichte selbst ist aber eine Enttäuschung, und zwar aus dem einfachen Grunde, dass sie nur unter großen Mühen überhaupt lesbar ist.

Alles steht in einem einzigen großen Block, Satzzeichen gibt es kaum bis gar nicht, und jedes dritte Wort ist bis zur Unkenntlichkeit entstellt. (Ja, das Beispiel ist mit Absicht überspitzt.)

Was macht Ihr also? Richtig, gar nichts. Einfach nicht weiterlesen. Es würde nichts bringen, einen Kommentar zu hinterlassen, denn was sollte man da schreiben?

„Deine Geschichte ist nett, aber könntest Du vielleicht alles noch mal neu machen?“

So was schreibt man gemeinhin nicht. Damit wäre ja auch niemandem geholfen. Also erfährt der Autor nicht, was er verbessern kann, und die Leser sind enttäuscht. Es ist schade, wenn Geschichten einfach deshalb nicht gelesen werden, weil sie nicht sorgfältig bearbeitet wurden.

Daher sind wir der Ansicht, dass es für Schreiber und Leser gleichermaßen besser ist, wenn die Geschichten, die in unserem Archiv veröffentlicht werden, so gut wie möglich geschrieben sind. Das soll nicht heißen, dass sie perfekt sein sollen, schließlich sind wir hier alle Amateure. Aber es sollten nicht auffällig viele Fehler enthalten sein, die man ganz leicht hätte vermeiden können.

Unser Hilfsangebot sei Euch hiermit ausdrücklich ans Herz gelegt. Vielleicht verbessert Ihr sogar eure Deutschnote. ;-)

Euer HPFFA-Team


Um ein Durcheinander zu vermeiden, richten wir uns bei allen Erläuterungen ausschließlich nach der endgültigen Form der reformierten Rechtschreibung (gültig ab August 2006)!

Inhaltsverzeichnis

Zeichensetzung

Wörtliche Rede

Hier ein paar Beispiele für korrekte Zeichensetzung bei wörtlicher Rede:


Aussagesätze

  • Ron sagte: "Du solltest weniger staubige Bücher lesen und mehr Spaß haben, Hermine."
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen und mehr Spaß haben, Hermine", sagte Ron.
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen und mehr Spaß haben, Hermine", sagte Ron und sah sie herausfordernd an.
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen und mehr Spaß haben, Hermine." Ron sah sie herausfordernd an.
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen", sagte Ron, "und mehr Spaß haben."
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen", sagte Ron. "Du solltest lieber endlich mal mehr Spaß haben."
  • "Du solltest weniger staubige Bücher lesen, Hermine." Ron sah sie herausfordernd an. "Und mehr Spaß haben."


Fragesätze

  • Harry fragte: "Kommt ihr mit zum Essen?"
  • "Kommt ihr mit zum Essen?", fragte Harry.
  • "Kommt ihr mit zum Essen?", fragte Harry und ging die Treppe zum Gemeinschaftsraum hinunter.
  • "Kommt ihr mit zum Essen?", fragte Harry. "Ich gehe schon mal runter."
  • "Kommt ihr mit zum Essen?" Harry ging die Treppe zum Gemeinschaftsraum hinunter.


Ausrufesätze

  • Hermine rief: "Ich habe keine Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!"
  • "Ich habe keine Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!", rief Hermine.
  • "Ich habe keine Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!", rief Hermine und verließ wütend die Bibliothek.
  • "Ich habe keine Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!", rief Hermine. "Ich gehe!"
  • "Ich habe keine Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!" Hermine verließ wütend die Bibliothek.
  • "Ich habe keine Lust", rief Hermine, "euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!"



Achtung: Die Variante mit dem Einschub (wie im letzten Beispiel) erzeugt beim Lesen eine Pause an der Stelle, wo die wörtliche Rede unterbrochen wird. Das kann man dazu nutzen, die Sprechweise und Betonung eines Satzes zu verdeutlichen, man sollte aber immer darauf achten, den Satz nicht an einer ungeeigneten Stelle zu unterbrechen.


  • Schlechtes Beispiel: "Ich habe keine", rief Hermine, "Lust, euch schon wieder meine Hausaufgaben abschreiben zu lassen!"


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