Tipps von Schreibern für Schreiber

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Zunächst einmal herzlichen Dank all den Schreibern, die tatkräftig für diese Seite Ideen gesammelt und im Forum aufgeschrieben haben. Mit den Tipps, die ihr hier findet, soll es Euch leichter gemacht werden, selbst zu schreiben, sei es nun Eure erste Fanfiction oder nicht. Hier findet ihr gute Tipps, Ideen, was man vermeiden sollte und welche Regeln unbedingt eingehalten werden sollten. Fast alle Tipps sind von Autoren, die auf diesen Seiten Fanfictions veröffentlicht haben.


Inhaltsverzeichnis

Vor dem Schreiben

Das erste Mal

  • Ist es Eure erste Geschichte überhaupt, die ihr schreibt, solltet ihr nicht gleich ein Mammutprojekt schreiben, sondern es erst einmal mit einer Kurzgeschichte probieren. (Tia)


Bevor man anfängt

  • ...sollte man festlegen worum es in der Geschichte geht. (Tia)
  • Man sollte sich eine klare Storyline ausdenken, sprich: man muss wissen wie es enden soll. (Nikola)
  • Hilfreich ist, sich vorher ein Manuskript zu machen, damit man in der Spur bleibt, außerdem hat man dann die handelnden Personen besser im Überblick und vergisst nicht so viel. (Nikola)
  • Wenn man am Anfang einer längeren Story steht, sollte man möglicherweise nicht alles minutiös ausplanen - ein Minimum an Planung ist zwar nötig (dass gerade ich das sage...), damit man weiß, wo's ungefähr langgeht, aber zwischendurch muss immer mal Platz sein für was spontanes, weil das ganze sonst leicht konstruiert wirken kann. (comme)
  • Es gibt da etwas, nennt sich "Stufendiagramm". Das ist eine detaillierte Aufstellung der Episoden der Geschichte und hilft, daß man den Überblick nicht verliert und auch der Story treu bleibt, also nix Überflüssiges schreibt. (Anke)


Was hilft beim Schreiben?

  • Ich persönlich höre immer Musik beim Schreiben, vielleicht könnt ihr das mal ausprobieren, mir hilft's beim Denken... (Nikola)
  • Viel lesen hilft beim Schreiben! (ich sprech aus Erfahrung) Wer viel liest, der kann auch besser schreiben (es mag vielleicht Ausnahmen geben, aber jetzt mal so grundsätzlich). Das Lesen von anspruchsvolleren Büchern (darunter versteh ich jetzt mal sowas wie Werke von Theodor Storm *g*) hilft bei guten Formulierungen... (Elies)
  • Damit man viel kennt, sollte man viele Erfahrungen machen. Bücher und Stories lesen, Filme gucken, und natürlich selbst viel erleben. Bei Büchern und Filmen ist natürlich das Problem: Wann ist es noch Inspiration, und wann ist es Klauen? Und was ist, wenn 2 Autorinnen zufällig auf die gleiche Idee kommen? Dann wird es besonders schwierig. (Yamato Ishida)
  • Und: lasst euch Zeit beim Schreiben. Natürlich gibt es manchmal Impulse, die einfach schnell verfasst und möglichst schnell veröffentlicht werden müssen. Besser ist es jedoch, ein wenig zu schreiben, dann das ganze ein paar Tage liegen zu lassen und dann nochmal alles zu überarbeiten. (Deshalb ist es eigentlich unsinnig, wenn ihr in der Schule gezwungen werdet, innerhalb weniger Stunden Aufsätze zu schreiben. ;) ) (Anne)
  • Schreiben ohne Beta ist Mist. Ich hab inzwischen drei, und sie achten alle auf ganz verschiedene Dinge. Was ich immer wieder brauche ist jemand, der auf Logikbrüche achtet (in GaW verwandelt sich mein OC Selenus Seeker mal in einen weißen Wolf und mal in ein Einhorn, das Einhorn ist seine Animagusgestalt, der Wolf war ein Patzer, den ich ohne meine Beta nie gefunden hätte). (Lupin)


Schreibhilfen/Schreibspiele

  • automatisches Schreiben: Einfach Zettel und Stift nehmen und schreiben, was einem in den Sinn kommt, ob es zusammenhängend ist oder nicht und was dabei rauskommt ist egal. Und der Text sollte kurz sein, denn sonst fängt man an zu planen und denken und das soll man nicht. (Anke)
  • Hut voller Wörter: 20 Wörter auf Zettel schreiben, diese in einen Hut oder ne Schüssel schmeißen und sechs ziehen. Nun einfach ein paar Sätze schreiben, in denen die Wörter vorkommen. (Anke)
  • Drei Hüte voller Wörter: Das Ganze etwas abgewandelt. In den ersten kommen Charaktere (z.B. Polizist), in den zweiten Gegenstände (z.B. Fußball) und in den dritten Handlungen (z.B. im Fahrstuhl stecken bleiben). Dann zieht man jeweils einen Zettel und schreibt einen kurzen Text dazu. (Anke)


Storyline & die Frage, worüber man schreiben sollte

  • Was mir noch aufgefallen ist - man kann am besten über das schreiben, was man kennt. Es ist schwer, über die Liebe zu schreiben, wenn man noch nie verliebt war. Es ist schwer, über den Verlust eines Menschen zu schreiben, wenn man das noch nie erlebt hat. Trotzdem machen das viele. Ich weiß nicht, wieviele L/J-Geschichten ich gelesen habe, in denen Voldemort Lilys Eltern umbringt, damit James anschließend Lily tröstet und die beiden sich eine Woche später verliebt in den Armen liegen. Natürlich kann man nicht ständig nur über eigene Erlebnisse schreiben - wenn man das doch will, ist eine Autobiografie wohl eher angebracht - aber, insbesondere bei ernsten Themen, sollte man sich doch vorher ausgiebig informieren, was man da eigentlich macht. (comme)
  • Und das allerwichtigste: Man braucht immer noch eine Storyline. Liebe ist schön und gut, aber abgesehen vom Träumen und anschmachten, muss noch was anderes passieren. Ein gutes Beispiel für Geschichten, die nur eine Love Story enthalten, sind viele Ron/Hermione und James/Lily Geschichten. Einige sind wirklich gut geschrieben, aber andere sind so an den Haaren herbeigezogen. (wohl das Voldemort-ermordet-Lily's-Eltern-damit-sie-mit-James-zusammenkommt Phänomen, das commediante schon beschrieben hat.) (Yamato Ishida)
  • Eine feste Storyline ist wichtig. Aber seid flexibel, manchmal kommt einem eine spontane Idee die man vielleicht noch einbauen möchte. Passt jedoch auf, dass ihr nicht die komplette Handlung umdreht. (Beerli)


Den Leser informieren

  • Grundsätzlich lassen sich die meisten Stories in ein bestimmtes Genre einordnen, z.B. Mary Sue, Shonen Ai (auch Slash) genannt, 5.-7. Schuljahr, Drama, Romantik und so weiter und so fort. Die meisten Geschichten passen sogar in mehrere dieser Genres. Wichtig ist, meiner Meinung nach, daß der Leser zumindest ein bisschen weiß, was ihn erwartet. Damit meine ich nicht, daß man von vorneherein alles verrät, sondern ein paar einfache Angaben macht. Wenn zum Beispiel im Disclaimer steht: "In dieser Geschichte geht es um Alcyone Hide", dann weiß der Leser, daß ein selbst erfundener weiblicher Charakter die Hauptrolle spielen wird. Manche mögen es, manche nicht, aber jeder weiß, was ihn erwartet, und kann entscheiden, ob die Story nach seinem Geschmack ist. (Yamato Ishida)
  • Zum Thema Pärchen: Fast in jeder Story geht es um ein bestimmtes Pärchen, (natürlich das Lieblingspärchen der Autorin). Es ist interessant, wenn es ganz ungewöhnliche Paare sind, nur muss das irgendwie Sinn ergeben. Wenn ich als Autorin also meine, ich muß Snape mit Neville's Kröte Trevor verkuppeln, könnte ich mir die Szene rauspicken, in der Snape Trevor vergiften will, und daraus eine Story entwickeln. Okay, ich kenne niemanden, der Snape mit Trevor zusammenbringen will, das war jetzt nur ein Beispiel. Manche verraten das Pärchen von vornherein, damit die Fans dieses Pärchens die Story, lesen, andere (Yama auch!!!) halten es lieber geheim. Natürlich muß man sich dann darauf gefasst machen, dass man vielleicht ein paar Leser vor den Kopf stößt, die lieber ein anderes Pärchen wollen. (Yamato Ishida)


Recherche

  • Informieren ist auch wieder so eine Sache. Das trifft jetzt eher zu für die Leute, die ausgiebig über die Hogwarts-Gründer schreiben, oder über Tom Riddle, meinetwegen auch noch MWPP (Anm.: MWPP = Moony, Wormtail, Padfoot, Prongs - The Marauders / Rumtreiber) - immer darauf achten, dass alles einigermaßen historisch korrekt ist. Also lasst die Gründer nicht ausgerechnet jeden Tag Kartoffeln essen und hinterher Schokoladenkuchen. Wobei diese Details eigentlich nicht so wichtig sind wie Charaktere und der ganze andere Kram, sie können aber von einer guten Story immer ein wenig ablenken. (comme)


Inspiration

  • Ein Tip aus der (semi)professionellen Ecke, für die, denen es zu lange dauert auf die Inspiration zu warten und die nachhelfen wollen oder die dann doch mal Termine einhalten müssen. Man kann sich das Schreiben angewöhnen, sucht Euch einen festen Termin einmal die Woche oder täglich je nach Ehrgeiz und setzt Euch dann eine Stunde oder nur 10 min ans Schreiben. Dabei sind zwei Sachen wichtig, einmal die Regelmässigkeit, lasst es nicht ausfallen und zwingt Euch dabei auch wirklich Text zu produzieren (wie bescheiden er euch auch erscheinen mag) und zweitens wagt es nicht solche Texte sofort zu veröffentlichen! Mit 99% Wahrscheinlichkeit wird von dem Text den ihr in den ersten Wochen produziert nach den notwendigen Nachkorrekturen nichts übrig bleiben, aber so schafft man eine Basis, die als Inspiration dienen kann. Es ist nämlich immer einfacher etwas zu verbessern als es auf Anhieb gut zu machen. Außerdem ist es wichtig Ideen an denen man arbeitet im Kopf aktuell zu halten, wenn man nämlich über seine Geschichte nicht nachdenkt kommt die Inspiration auch nicht. Selbstverständlich muß diese Methode durch die chaotisch/kreativen Methoden ergänzt werden. siehe oben. (Vistin)
  • Ich hab immer ein kleines DinA6 Büchlein dabei, egal, wo ich hingehe (dementsprechend sieht es auch schon aus), es hat 200 Seiten, ist also schon entsprechend dick, und es passt ne Menge rein. Meist fallen mir die besten Dinge unterwegs ein, ob es tolle Namen sind, kurze Sätze, seltsame Worte... all das notiere ich dann fix in dem Buch, und suche ich mal wieder nach Inspiration, kann ich das Buch durchblättern... meine kleine Bibel - kleiner Tip: wasserfesten Stift nehmen, mir ist neulich bei Regen die Tasche nass geworden, und ein Drittel aller Ideen wurde weggeschwemmt, weil ich immer einen Füller nehme :( (Len)
  • Auch nicht schlecht: ein Diktiergerät oder eine Kladde zum Festhalten von Spontanideen. (Lupin)
  • Ich habe ungefähr 1000... unfertige und unveröffentlichte Storys am PC. Manchmal sogar nur den Prolog einer Story. Also macht euch nicht so einen Druck, wenn euch eine Story schon nach zwei Kapitel nicht mehr gefällt und löscht sie auf keinen Fall. Vielleicht lest ihr sie in einem Monat dann noch einmal durch und plötzlich ist da wieder so eine Idee im Hinterkopf und ihr könnt wieder in die Tasten hauen und die Geschichte fortsetzen. (Beerli)


Während des Schreibens

Wortschatz

  • Ich persönlich würde auch mal einen Duden zur Hand nehmen (der liegt hier 2 Meter von meinem Computer entfernt) und sich Wörter aneignen, die sich besser anhören, als einfache Wörter, die man im rein Umgangssprachlichen benutzt. Ich finde, das macht eine Geschichte interessanter und lässt sie sich besser anhören :) Außerdem erweitert man damit seinen Wortschatz... (Elies)
  • Besonders bei Beschreibungen ist es wichtig, einen ausgefeilten Wortschatz zu haben. Wenn man also statt es war ein kalter Tag schreibt, es war ein eiskalter Tag, klingt es gleich viel schöner. (Len)
  • Ich würde nie Geschichten lesen, die solche kurzen, abgehackten Sätze oder Schachtelsätze haben. Ich finde, das liest sich einfach scheusslich. (Marke: Susi ist 12. Sie geht zur Schule. Sie hat einen Hamster. *schüttel*) (dreamdancerin)


Wichtige Details

  • Nicht immer nur auf die Handlung achten, sondern auch auf Kleinigkeiten, Dialoge, Gesten, die die Personen machen usw., realistisch eben. (comme)


Erzähler

  • Man sollte versuchen aus der Sicht eines bekannten Charakteres zu schreiben, weil der Leser sich besser in bereits bekannte Leute hineinversetzen kann (geht mir jedenfalls so) (Nikola)


Charaktere

  • Charaktere sind wichtig. Bei bereits vorhandenen Personen ist klar, auf was geachtet werden sollte, zum Beispiel, dass die nicht von Anfang an völlig out of character sein sollten. Dennoch sollte man sich nicht nur auf das verlassen, was von JKR vorgegeben ist, sprich, die vorgegebenen Charakteristiken so weit es geht beibehalten, aber auch erweitern, was insbesondere bei Hintergrundcharakteren wichtig ist, ohne einen völlig neuen Menschen aus der Person zu machen. Dafür gibt es ja OCs. (comme)
  • Beim Schreiben hilft bei mir immer, dass ich mich so in die Person reinversetzte. Ich denke nach wie würde er/sie/es jetzt handeln, was würde sie sagen ... (Tia)
  • Wenn man eine längere Story schreibt, sollte man darauf achten, wie bestimmte Personen auf bestimmte Ereignisse reagieren, nämlich in den meisten Fällen unterschiedlich. Dazu kommt noch, dass Personen sich durch bestimmte Ereignisse verändern können. An Schwierigkeiten wächst man. Von mir aus könnt ihr Draco beschreiben, wie er Liebesgedichte schreibt und Hermiones Lasst-uns-die-Hauselfen-schützen-Verein beitritt (weiß grad nicht mehr, wie der hieß), und zwar, wenn eine glaubwürdige Entwicklung innerhalb der Geschichte zu einem solchen Charakter führt. (comme)


Erfundene Charaktere/original characters (OC)/Mary Sue

  • Neue Personen vorsichtig ins Geschehen einflechten (Ich kann es immer noch nicht) (Tia)
  • Seine Hauptperson, vor allem wenn sie nicht aus den HP Bücher stammt, sollte man so gut kennen wie sich selbst. Man muß sie so gut kennen, daß man weiß wie sich in jeder Situation verhält. Dabei hilft vor allem, wenn man eine Biographie von ihr schreibt und sie evtl. interviewt. Dabe sollte man alles wissen, alles, selbst wenn es nie in der Story erwähnt wird. Das macht die Hauptperson glaubwürdiger. (Anke)
  • Achtet darauf, dass ihr keine Mary-Sues erschafft. Noch mal zu Mary-Sue. Aaaaaaalso, Mary-Sue ist nicht gleich Mary-Sue. Was ihr meint ist ein OC (Orginal Charakter) Also ein erfundener Chara, der durchaus klasse sein kann. Mary-Sue nennt man das dann, wenn das Vieh nervt, kapiert? Also achtet bei OCs drauf, das sie nicht zu Mary-Sues werden! (Nikola)
  • [Anmerkung von Len: sorry, das hier ist kein Tipp... aber ich fands einfach lustig *ggg*:] Also, Nikola, das war... die beste Mary-Sue-Definition, die ich je gelesen habe. "Mary Sue nennt man das dann, wenn das Vieh nervt" - *grins*, das werd ich mir jetzt erst mal irgendwohin schreiben. (comme)
  • Ja, da sind wir mal wieder bei dem Thema Mary Sue. Es kommt ganz darauf an. Wenn eine Mary Sue Geschichte richtig gut geschrieben ist, dann ist wirklich nichts dagegen einzuwenden. Ich meine wenn jemand eine Mary Sue in seiner Geschichte vorkommen lässt, ist die nicht gleich grundsätzlich schlecht. Außerdem mal ehrlich: Es macht doch auch Spaß ne Mary Sue zu erfinden... *g* (Elies)


Namen für OCs

  • Mir geht es manchmal so, dass ich einfach für einen Charakter nicht den passenden Namen weiß, also suche ich im I-Net nach einem passenden Namen. Denn schließlich ist der Name der Personen auch ein Teil der Geschichte, auch wenn man sich darüber selten Gedanken macht. Für eine gute Recherche gehört für mich also auch der passende Name, dessen Bedeutung vielleicht sogar zum Charakter passt. Lange Rede - kurzer Sinn: Inspiration gibts z.B. auf http://www.kunigunde.ch (Penelope)
  • Eine weitere Möglichkeit ist die der Sprechenden Namen (die auch von JKR genutzt wird). Dazu muss man den Charakter seiner Person gut kennen und einige Stichworte herauspicken. Bsp.: Mein OC ist sehr sanft. Jetzt suche ich in einem Deutsch-Latein (oder Deutsch-Englisch, Deutsch-Spanisch...) Lexikon nach diesem Begriff. In meinem Lexikon finde ich folgendes: lenis, placidus, ... Sicherheitshalber schau ich nochmal in einem Latein-Deutsch-Lexikon nach unter lenis: mild, sanft, besänftigend... Jetzt forme ich aus dem Wort nur noch einen femininen Namen: lenis -> Lenia. Fertig! (Len)
  • Eine hübsche seite ist auch http://lexikon.beliebte-vornamen.de (Rudi)
  • Ich selber habe mir meine Vornamen gesucht in dem ich bei Google "Indische Vornamen" eingegeben habe und da gab es eine schöne Auswahl an Seiten mit Erklärungen der Namen. (Rudi)
  • Was die Namesgebung angeht habe ich auch eine gute Site zur Hand: http://www.firstname.de/. Die kann ich jedem wärmstens empfehlen. (Berg-Ulme)


Wer ist Mary Sue?!

  • Bei HP ist das meist ein Mädchen, das plötzlich ins 5. Schuljahr zu Harry kommt, aus unerklärlichen Gründen ... sie wird meist vom Sprechenden Hut nach Gryffindor oder Slytherin geschickt, also in Harrys Jahrgang. Immer wird sie von einem Geheimnis umgeben, und sie ist supertoll ... kann alles, ist wunderschön... und so weiter, hat also alle Eigenschaften, die man sich so selbst wünscht... (Len)
  • "1974 - Paul Smith identifizierte Mary Sue in einer Star Trek Fanfiction. Sie gab ihr diesen Namen. Das Stück, das sie schrieb, handelte von einer wunderschönen Halb-Mensch-Halb-Vulcan, die Kirk, Spock und Doctor McCoy rettete. Das ist das erste Mal, dass Mary Sue in einer Fanfiction auftrat. Und so beginnt die lange und oftmals trübe Geschichte von Mary Sue. Seit ihrer frühesten Verkörperung bis hin zu ihrer heutigen Form war Mary Sue da, und tat dies. (...) (übersetzt von Len, Original)"


Was kann man gegen eine Mary Sue tun?

  • Der Ich-Charakter in einer Story: Schreibt die Story, so wie sie Euch im Kopf rumgeht oder kramt sie wieder hervor, schaut Euch den MS-Chara noch mal an und macht eine Adjektivliste die diesen Chara möglichst genau beschreibt. Versucht dabei nicht an Euch zu denken, sondern an die Story, die zumindest zum Teil schon vorliegen sollte. Nehmt dann die Liste und streicht alles was offensichtlich im Originalset der Vorlage vorhanden ist, damit nur noch die Dinge bleiben, die Euren bislang zu sehr Ich-Chara von den Originalfiguren aus dem Buch unterscheidet und dann teilt es in zwei Gruppen, jeder Gruppe sollte ein Schlagwort vorstehen, achtet darauf, nicht zwischen gut und böse oder schlechte Eigenschaft und gute Eigenschaft zu trennen. Aus diesen zwei Adjektivgruppen macht ihr dann zwei OCs, die ihr dann in die Handlung der bisherigen MS einsetzen könnt, weil sie sich ja zusammen zu diesem Chara ergänzen. Je komplexer Eure Story ist, in desto mehr Einzelteile könnt ihr den zu wuchtigen MS-Chara aufteilen. So kann man auch viele MS-Geschichten retten, zumindest solange wirklich ein MS-Charakter das Problem ist. (Vistin)
  • Korrektur der Welt: Eigentlich ist das hier die eigentliche Ursprungsversion der MS-Charas, sie tauchen aus dem Nichts auf und reparieren alles. Ist ja auch schön einfach. Die Rettung einer auf solche Art und Weise verunglückten Story ist dann auch viel schwerer. Der Trick besteht nämlich darin, die Welt-Korrektur die ja handlungszentral ist, beizubehalten und den Chara gänzlich zu eliminieren. Das ist dann möglich, wenn man den Chara häufig einfach weglassen kann und z.B. Ron und Hermine direkt miteinander reden lassen kann, ohne Mittelsmann. Auch wenn die Eliminierung nicht gänzlich möglich ist, ist eine Reduzierung des Charas immer eine Verbesserung der Story. (Vistin)
  • Weitere Ideen für gute Original-Charaktere findet ihr im Forum im Unterforum Schreibwerkstatt. (Das Gute-Charaktere-ABC, Autoren-Ethos, Alles Wichtige zu einer Mary Sue, Charaktere und ihr FF-Dasein) (Len)


Dialoge und Beschreibungen

  • Man sollte in einer Geschichte ruhig Umgebungen beschreiben (Tia)
  • Achtet darauf, nicht zu viele Dialoge zu schreiben, sondern auch mal ein wenig das Ambiente zu beschreiben, Gefühle, Emotionen, Handlungen... Aber: Nicht zu viel beschreiben... Die Mischung machts :) (Len)


Schreibblockade?

  • Nun hast du alles beachtet und schreibst erst mal fröhlich drauf los, aber irgendwann bekommt (fast) jeder mal eine Schreibkrise. Was nun tun? Fang dann am besten wo anders an weiter zuschreiben. Wenn das nicht hilft. Am besten erstmal Abstand von der Story nehmen. Ruf dir dann noch mal alles in den Kopf, was du geplant hattest, und les dir evt. alles noch einmal durch. (Som)
  • Die Leser warten auf das nächste Kapitel, Du bist total im Stress, und hast auch noch versprochen, dass das Kapitel zum Monatsende fertig ist - und dann das: Du sitzt vor dem leeren Monitor und wartest auf die Eingebeung, aber in deinem Hirn herrscht grausame Stille, tote Hose, nichts, niente... Am besten informierst du erstmal Deine Leser, dass Du das Versprechen nicht einhalten kannst... wegen einer Schreibblockade. Keine Angst vor der Wahrheit, jeder bessere Autor hat sowas schon mal durchgemacht. Die Leser werden das schon verstehen. Dann legst du alles, was mit der Geschichte zu tun hat, weit weg... nimm Abstand (genau, Sombra *g*). Denk an andere Dinge, und nach ein paar Tagen, wenn du dich besser fühlst und nicht mehr unter Druck stehst, kram die Sachen wieder hervor und beginne langsam, dich zu erinnern, was genau du als nächstes schreiben wolltest... lies deine bisherigen Kapitel durch, die Storyline, die du eventuell gemacht hast, und nach einer gewissen Zeit kommt das Schreiben schon von alleine wieder. (Wenn nicht, wende dich vertrauensvoll an Deinen Betaleser, oder an die Leser... die haben immer Ideen und ein paar nette Aufmunterungsworte für Dich übrig :-)) (Len)


Nach dem Schreiben

Die Geschichte ist fertig... was nun? Ändern oder nicht ändern - das ist hier die Frage.

  • Wer unsicher ist, ob seine Geschichte gut ist oder nicht, sollte sie 2 bis 3 mal abschreiben und was nicht so doll klingt, abändern oder diese Teilstücke auf einem Zettel immer und immer wieder anders formulieren! Nicht obendrüber schreiben, da man aus Platzmangel viel zu oft gute Ideen weg lässt! (Spreche aus eigener Erfahrung z.B. Schulaufsätze) (Gummibaer)


Betaleser / Grammatik & Rechtschreibung

  • Dass Grammatik und Rechtschreibung einigermaßen korrekt sein sollten, muss ich nicht extra erwähnen, oder? (comme)
  • Man sollte sich, wenn man sich nicht sicher ist einen Beta-Leser zulegen, der dann das Geschriebene auf Fehler durchsieht und Verbesserungsvorschläge macht. Beta-Leser sollten möglichst neutral sein (d.h. nehmt nicht unbedingt die beste Freundin) (Nikola)
  • Ja, Betareader find ich wichtig, aber sie sollten nicht nur auf Unsinnigkeiten und verwirrende Sachen hinweisen, sondern meiner Meinung nach auch die Grammatik, Schreibfehler und schlechte Formulierungen verbessern, evtl. Vorschläge... (Elies)
  • Wichtig: ein Beta-Leser ist unerlässlich. Egal, wie sicher man sich ist, es schleichen sich immer wieder Fehler ein, ob nun in der Grammatik, Orthographie, oder eben auch in der Logik. Mir ist sehr wohl bewusst, dass man sich genau dazu erstmal überwinden muss. Ihr macht es aber zum einen den Archivaren und zum anderen euch selbst viel einfacher, wenn ihr einen Beta-Leser beschäftigt. (Anne)


Reviews/Kritiken/Feedback

  • Unterlassen sollte man es, bei Kritik anderer eingeschnappt zu sein. Akzeptiert die Meinung anderer. (Tia)
  • Sich nicht unterkriegen lassen! (Tia)
  • Zum Abschluß: Schreibt einfach! Es muss euch selbst gefallen! Und lasst euch nicht unterkriegen, wenn euch keiner reviewt *malindierundeschau* (dreamdancerin)


Und sonst...

Buchtipps

  • James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt. (Fö)
  • Sylvia Englert: Wörterwerkstatt. Da ist alles sehr schön beschrieben. Was in eine Charakteristik hineingehört, was man beim Ausdruck verbessern kann und so weiter. Auch Kapitel für Gedichte und Schreiben für Bühne, Film und Hörfunk sprich Drehbücher gibt es. Außerdem wie man Texte veröffentlichen und wie man schreiben zum Beruf machen kann. Dieses Buch hat mir bei meinen Büchern (nicht HP) sehr weiter geholfen. (dreamdancerin)
  • Stephen King: On Writing. (comme)


Weitere Tipps

  • Gute Schreibtips gibts auch bei ff. (falls die mal wieder online sind, irgendwann) - Hauptseite, und dann oben rechts einfach mal die verschiedenen Kolumnen anschauen - "Homework" von v_voltaire ist sehr empfehlenswert, ebenso... hm, wie hieß sie noch, die Kolumne von JK... egal, ihr findet es. (comme)
  • http://www.autorenboerse.net/tips.html unter Tipps (Len)
  • http://www.andreaseschbach.de/ unter Schreiben (Len)
  • http://www.storyline-net.de/ unter Ratgeber (Len)
  • kleiner Tipp: viele Autoren haben inzwischen ihre eigene Webseite, und einige sind so nett, und geben da sogar kleine Schreibhilfen, einfach mal im Buchdeckel eines Buches schaun, ob eine Internetadresse angegeben ist, und dort nachsehen. (Len)
  • Falls ihr nicht nur HP-FF schreibt, sondern auch anderweitig unter die Hobbyautoren gegangen seid, kann ich euch die Hobbyautorencommunity "Tintenzirkel" empfehlen, ein Kreis für Fantasy-Hobbyautoren und Semiprofessionelle. (Lupin)


Und zu guter Letzt - eine Aufmunterung

Ich hoffe, ihr lasst Euch nicht durch diese vielen Tipps, Tricks, Verbote etc. abschrecken. Versucht einfach mal zu schreiben, und wenn ihr Hilfe braucht, schaut hier mal rein. Oder lest euch das durch, wenn ihr nur negative oder gar keine Kritik bekommt ... oder ... wenn es euch einfach interessiert, was andere Autoren so tun, um was Feines zu schreiben :) Viel Erfolg beim Schreiben ... und, hey - keinem wird hier der Kopf abgerissen, nur weil seine Geschichte vielleicht nicht so gelungen ist ... ganz im Gegenteil ... hier gibt es aufmunternde Worte, Umarmungen (auch *knuddel* genannt ;)) und so weiter ... aber bevor ich euch noch weiter zulabere ... auf eine schöne Geschichte ... es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :) (Len)


© Zusammenstellung 9/2002-2006 by Len
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